Neue Multimedia Installation an der Via Dolorosa eingeweiht.

In unserer High Tech Welt möchten auch die Kirchen mit der Zeit gehen, und nachdem die lutherische Erlöserkirche mit ihrer gelungenen Ausstellung „Durch die Zeiten“ schon seit einigen Monaten die archäologischen Funde unterhalb und neben der Kirche präsentiert und durch Computerstationen sehr eindrücklich erklärt und veranschaulicht, folgt nun auch die katholische Kustodie des Heiligen Landes mit einem kleinen Museum direkt am Anfang der Via Dolorosa.

Erste Station

Im Mittelpunkt der Ausstellung steht eine Multimedia-Installation in Form einer Film-Leinwand, die von der Decke hängt. Eine Stimme begrüßt die Besucher im Namen der Stadt Jerusalem. Während Lichtscheinwerfer nacheinander verschiedene Objekte der Ausstellung anstrahlen (Mauerreste, Säulenkapitelle oder Kanonenkugeln), wird in 15 Minuten die Geschichte der Stadt zusammengefasst.
Persönlich hätte ich es passender gefunden, wenn sich das Museum ausschließlich auf die Geschichte der Via Dolorosa konzentrieren würde, anstatt zu versuchen, innerhalb kürzester Zeit über 2000 Jahre Stadtgeschichte zusammenzufassen. Anstelle der Aufzählung historischer Daten und Ereignisse wäre eine Erklärung der Umstände der Verurteilung Jesu oder zumindest eine historische Interpretation der 14 Stationen des Leidensweges interessanter gewesen. Auch die Tonqualität der Erklärungen lässt leider zu wünschen übrig.

Dennoch ist der Ansatz der Franziskaner, die Heiligen Orte der Stadt zeitgemäß und auch mit technischen Hilfsmitteln zu präsentieren, sicher richtig.

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