Methusalem in Keturah

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Die letzten drei Tage verbrachte ich mit einer Gruppe in Keturah, einem Kibbutz unweit von Eilat. Keturah wurde 1973 von amerikanischen Jüdinnen und Juden gegründet, die sich als gute Zionisten das Ziel setzten, in der Wüste jüdische Ortschaften zu gründen und die Erde dort fruchtbar zu machen.
Der berühmteste Bewohner Keturahs ist allerdings „Methusalem“, eine 2005 gepflanzte Dattelpalme, deren Samen 2000 Jahre lang unter den Ruinen der von König Herodes ausgebauten Wüstenfestung Masada lag. Der israelischen Botanikerin Elaine Soloway gelang es, diesen uralten Dattelkern zum Keimen zu bringen und so wächst der Baum ganz unspektakulär hinter einem kleinen Zaun in unmittelbarer Nähe der touristischen Wohnanlage. Während meiner Führungen auf Massada erzähle ich oft, dass das Geschlecht der Palme noch nicht bekannt ist, dass jedoch nur weibliche Dattelpalmen Früchte tragen. Nur falls Methusalem weiblich sein sollte wäre also eine Nachzucht der historischen Dattel möglich. Und das wäre lohnenswert, denn die Datteln des „Heiligen Landes“ waren in der Antike als besonders süß bekannt und ihnen wurden viele heilbringende Kräfte zugeschrieben.
Gestern habe ich nun erfahren, dass das Geschlecht Methusalems feststeht: Methusalem ist… männlich und wir werden uns in naher Zukunft wohl doch mit den auch sehr leckeren Medjoul- Datteln begnügen müssen.

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